Bored Generations beste Alben des Jahres 2025

Bored Generation stellt Alben aus dem aktuellen Jahr vor. Das Genre ist dabei völlig egal, es kommt nur auf den Spaßfaktor für den Sendungsmacher an.

Der Schwerpunkt der Sendung liegt auf gitarrenorientierter Rockmusik, überwiegend von kleinen, unabhängigen Labels (a.k.a. Indie-Labels). Meist werden zwei Stücke einer Platte gespielt, da die Hörer*innen dadurch einen besseren Überblick bekommen sollen.

Tropical Fuck Storm – Fairyland Codex

„Manchmal braucht es ein Livekonzert als Erweckungserlebnis, um eine Band bzw. ihre Musik vom Status „hajo, ganz nett“ nach „absolute Mörderplatte“ zu katapultieren. Genre-bending trifft als Beschreibung ihres Albums sicher am besten zu. Experimenteller Art-Punk mit noisy Psychedelic-Anleihen, sehr groovy und dabei immer rockig (Lauren Hammel an den Drums!), garniert mit dem Wechselspiel von Gareth Liddiards kantigen Leadvocals und den mitreißenden Co-Vocals von Fiona Kitschin und Erica Dunn.
Klare Sache – Album des Jahres.
Anspieltipp: Irukandji Syndrome (-> das sind die Vergiftungserscheinungen des menschlichen Organismus durch Nesselgifte einiger Würfelquallenarten)

Link zur Bandpage | Liveset bei KEXP

Pulp – More

„Als im Frühjahr die Ankündigung für ein neues Album reinkam und mit „Spike Island“ und „Got To Have Love“ zwei großartige Vorabsingles veröffentlicht wurden, war der Spot für das Album des Jahres eigentlich schon fest vergeben. Tja, manchmal kommt es anders  😉
Nichtsdestotrotz ein tolles Album mit vielen Hits, auch wenn es nicht ganz an die Klassiker aus den 90ern rankommt. Keinesfalls ein  bemühtes und langweiliges Spätwerk. Die Texte von Jarvis Cocker sind weiterhin geistreich und auf den Punkt, seine Stimme macht auch mit. Da konnte man in den letzten Jahren Bedenken hegen, ob das noch passt. Live gibt er zuverlässig und überzeugend die Rampensau. Mit Candida Doyle (Tasteninstrumente), Nick Banks (Drums) und Mark Webber (Gitarre) sind noch langjährige Bandmitglieder dabei. Lediglich der 2023 verstorbene Bassist Steve Mackey fehlt, die beiden besten Songs des Albums „Grown Ups“ und „Got To Have Love“ wurden aber noch von ihm (mit)geschrieben.
Anspieltipp: Grown Ups (-> Everybody? Are you sure?)
.“

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The Limiñanas – Faded

„Marie und Lionel Limiñana liefern wieder ab. Nach der krautig-elektronischen Zusammenarbeit mit Laurent Garnier („De Película“, 2021) geht es diesmal zurück in Richtung Psychedelic-Rock mit YéYé-Einflüssen frisch aus der Garage und mehr Gastkünstler*innen wie z.B. Bobby Gillespie (Primal Scream), Jon Spencer (The Jon Spencer Blues Explosion), Bertrand Belin und PENNY. So nebenbei gesagt: Ihre Konzerte sind immer eine Reise wert! Anspieltipp: Spirale (Instrumental) / Shout“

Link zur Bandpage | Liveset im AB (Brüssel)

Postcards – Ripe

„In der ersten Hälfte des Albums (A-Seite *g*) weniger sphärischer Dreampop, dafür der Gesang von Julia Sabra mehr im Vordergrund und eine krachige Gitarre dazu. Insgesamt wütender, was auch verständlich ist, wenn man sich den Wohnort der Band (Beirut/Libanon) und die politische Lage im Land & in der Region anschaut. Anspieltipp: Dust Bunnies.“

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Your Heterosexual Violence – Some People Have Too Much To Say

„Das erste Album in der 40jährigen Bandgeschichte. Neue Bassistin, neuer Wind. Klassischer Punkrock. Großartiger Albumtitel. Anspieltipp: Love Will.

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